Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf



In Freilichtmuseen werden Bauwerke, die infolge geänderter Lebens- und Wirtschaftsformen nicht mehr benötigt werden und daher am ursprünglichen Standort von Verfall oder Abriss bedroht waren, für die Nachwelt erhalten. Im Sinne einer ganzheitlichen Darstellungsweise wird durch entsprechende Ausstattung der Räume mit Hausrat und Geräten die frühere Lebens- und Wirtschaftsweise dargestellt.

Die im Südburgenland ab den 1950er Jahren einsetzenden wirtschaftlichen Veränderungen - zunehmende Technisierung bei gleichzeitigem Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe - veränderten die landwirtschaftlichen Strukturen und damit das Landschaftsbild grundlegend. Typische Holzbauten, häufig noch mit Stroh gedeckt und mittlerweile funktionslos geworden, verschwanden infolge von Um- und Neubauten aus dem Landschaftsbild.

Das Südburgenländische Freilichtmuseum Bad Tatzmannsdorf zeigt Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.